Münchner Programm zur Suchtprävention

Das Münchner Programm zur Suchtprävention beugt Missbrauch von Suchtmitteln vor und fördert den selbstbestimmten Umgang mit der eigenen Gesundheit. Im Fokus stehen dabei nicht nur Drogen oder Genussmittel, sondern auch nichtstoffliche Abhängigkeiten wie Internet- und Spielsucht.

Das Programm wird seit 2011 von öffentlichen und freien Trägern umgesetzt. Ziel ist nicht nur, bewährte Präventionsangebote zu bündeln, sondern an vielen Stellen auch neue Impulse zu setzen.


Prävention und Gesundheitsförderung

Moderne Suchtprävention hat ihr Hauptaugenmerk von der Aufklärungsarbeit hin zur Stärkung von Lebenskompetenzen verlagert und orientiert sich insoweit am „Empowerment-Begriff“ der WHO. Im Mittelpunkt steht also die Mobilisierung von Schutzfaktoren wie Selbstwert, Eigenverantwortung, Konfliktfähigkeit, Stresstoleranz, aber auch bewusstes Erleben und Genießen. Gleichzeitig wird ein Ansatz verfolgt, der Lebenswelten und soziale Strukturen (Familie, Betreuungs- und Bildungseinrichtungen, Arbeitsplatz, Stadtteil etc.) reflektiert und in die Umsetzung mit einbezieht.

Vor diesem Hintergrund ergibt sich folgende Unterscheidung:

  • An oberster Stelle steht die universelle Prävention, die für die gesamte Bevölkerung von Nutzen ist, z.B. Prävention an Schulen, Maßnahmen am Arbeitsplatz.
  • Die selektive Prävention richtet sich an Menschen mit einem erhöhten Suchtrisiko, z.B. Kinder von alkoholkranken Eltern.
  • Zur Zielgruppe der indizierten Prävention gehören Personen, die zwar noch keine Abhängigkeit aufweisen, bei denen aber bereits ein Risikoverhalten erkennbar ist, z.B. Jugendliche, die am Wochenende exzessiv Alkohol trinken.

Koordination und Kooperation

Das Koordinationsteam des Münchner Programms zur Suchtprävention setzt sich aus dem federführenden Referat für Gesundheit und Umwelt, dem Referat für Bildung und Sport und dem Sozialreferat/Stadtjugendamt zusammen. Es ist verantwortlich für die Konzeption und Umsetzung des Programms und arbeitet auf der Grundlage gemeinsam entwickelter Richtlinien zur Suchtprävention.

Unsere Kooperationspartner sind:

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 Auszeichnung

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sowie die Drogenbeauftragte der Bundesregierung haben das Münchner Programm zur Suchtprävention als vorbildliche kommunale Suchtprävention ausgezeichnet …mehr


Projektbezogene Qualitätsstandards

Von den Suchtpräventionsfachkräften in Bayern wurden Standards entwickelt, die als Orientierungshilfe für die qualitative Einschätzung von Projekten dienen.